Klein-Rexe gepardfarbig schwarz-gelb-weiß am beliebtesten
Bei der traditionellen Aktion „Rassekaninchen des Jahres“ des Zentralverbandes Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter (ZDRK) wurden die Klein-Rexe gepardfarbig
schwarz-gelb-weiß nun zur beliebtesten Kaninchenrasse Deutschlands gewählt.
Mit über 17 Prozent der gültigen abgegebenen Stimmen siegten sie vor den Kleinschecken schwarz-weiß (16,01 Prozent) und den Sallander (12,34 Prozent).
Insgesamt zehn Kaninchenrassen standen zur Wahl, die vom
ZDRK, der weltweit größten Dachorganisation für Rassekaninchenzüchter sowie von der bundesweiten Fachzeitung „Kaninchenzeitung“ und dem Internetportal „RKZ-Forum“, einem Fachforum für
Rassekaninchenzucht, organisiert wurde. Abgestimmt werden konnte per Post, über eine eigens für diese Wahl eingerichtete Internetseite oder direkt bei der Bundesschau am 20./21. Dezember
2026 in Karlsruhe.
Die Klein-Rexe gepardfarbig schwarz-gelb-weiß gehören zu den Kurzhaarrassen und wiegen idealerweise laut Standard, der für eine Bewertung verbindlich ist, 2,0 bis
2,5 kg. Ihr Körper ist gedrungen, gleichmäßig breit und gut abgerundet. Da die Körpermerkmale bei Rexkaninchen stärker hervortreten, wird dies in der Bewertung berücksichtigt.
Der Kopf ist etwas länglich, aber mit breiter Stirn, kräftigen Backen und 8 bis 9 cm langen Ohren typisch für den Klein-Rexe. Das Fell ist sehr dicht, 16 bis 20 mm lang und stellt sich beim
Gegenstrich fast senkrecht auf. Die Grannenhaare dürfen maximal 1 mm überstehen. Bei dieser Rasse soll der Kopf überwiegend gezeichnet sein.
Ein weißer Stirnfleck ist möglich. Die Kinnbackeneinfassung und Unterlippe sind weiß. Die Mantelzeichnung bedeckt den Rumpf, im Genick sind wenige weiße
Punkte erlaubt, auf der Brust bis zu drei farbige Flecken. Typisch sind die schwarzen „gepardenartigen“ Punkte und Striche auf gelber Grundfarbe. Das
Gesamtbild soll bunt und aufgelockert wirken, auch wenn sich Punkte verbinden dürfen. Die gelbe Farbe kann von intensiv bis cremegelb variieren. Weiße Flecken in farbigen Bereichen gelten
als Fehler. Die Augen sind dunkelbraun und die Krallen weiß.
Bei den Klein-Rexen liegt die Siegerrasse mit aktuell rund 40 Zuchten und etwa 800 aufgezogenen Jungtieren pro Jahr in Deutschland jeweils im soliden oberen
Mittelfeld.
Die Standard-Fachkommission des ZDRK hatte bei ihrer Sitzung im Juni 2024 anlässlich der ZDRK-Tagung in Niefern beschlossen, die bisherigen Klein-Rexe
königsmantelgescheckt schwarz-gelb-weiß in gepardfarbig schwarz-gelb-weiß umzubenennen.
Text und Fotos:
Wolfgang Elias, ZDRK-Referent für Öffentlichkeitsarbeit
An der JHV des Rex-Club Saar wurden folgende Züchter von der ADRC geehrt.
Mit der Silbernen Ehrennadel der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rex-Züchter-Clubs wurden folgende Züchter geehrt:
Tobias Tabellion, Franz-Josef Therre und Simon Mergen.
Die Züchter Hans-Werner Marx und Lothar Kuntz wurden zum Ehrenmitglied der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rex-Züchter-Clubs geehrt.
Im Rahmen unserer Landesschau des LV Saar am 17. und 18. Januar 2026 habt ihr die Möglichkeit, per Stimmzettel über die Rasse des Jahres abzustimmen. Damit möchten wir allen Mitgliedern die Gelegenheit geben, aktiv an dieser Entscheidung mitzuwirken und der Vielfalt unserer Rassen eine besondere Bühne zu geben.
Die Bekanntgabe der gewählten Rasse des Jahres 2026 erfolgt im Anschluss an die Auswertung der Stimmen. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und auf eine spannende Wahl.
„Kurzstellungnahme zum Entwurf zur Änderung des Tierschutzgesetzes“
Eine aktuelle Studie an Widderkaninchen aus der Rassekaninchenzucht zeigt keine signifikanten Auffälligkeiten bei Ohren, Augen und Zähnen des Tieres.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stellt klar, dass sich der § 11b Tierschutzgesetz (Qualzucht) auf die Verpaarung von Einzeltieren und nicht auf Rassen bezieht und verweist dabei auf das entsprechende Gutachten, das auf der Internetseite des BMEL zu finden ist. Vorausgegangen waren Aussagen der Vereine QUEN und PETA, die in intensiver medialer Verbreitung von Rassen als Qualzucht sprechen. Die aktive Arbeit des ZDRK in dieser Angelegenheit konzentriert sich hierbei auf wissenschaftliche Untersuchungen mit statistischer Signifikanz. Erste Ergebnisse einer aktuellen Studie bei Widderkaninchen aus ganz Deutschland zeigen deutlich auf, dass die Vorwürfe verstärkter entzündlicher Gehörgänge bei Rassekaninchen nicht zutreffend sind.
Der komplette Text kann hier nachgelesen werden!